Welches Spielzeug für mein KindDer Gang in den Spielzeugladen beinhaltet die Qual der Wahl. Die Produktpalette für Kinderspielzeug ist riesig. Für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis gibt es mehrere Ausführungen in allen möglichen Formen und Farben. Auf was solltest du beim Kauf achten, um ein für die Entwicklung des Babys geeignetes Spielzeug zu kaufen?

Weniger ist zur Förderung der Kreativität mehr!

In erster Linie ist solches Spielzeug interessant, das deinem Kind Freiraum lässt, seine Geschicklichkeit fördert, sein Denken herausfordert und seine Kreativität zulässt.

Um es nicht zu unter-, aber auch nicht zu überfordern, sollten Spielzeuge seinem Entwicklungsstadium angepasst sein. Das vermeidet Frust und Langeweile und unterstützt das Kind bei seinem Fortschritt. Auf den Verpackungen von Spielzeug finden sich Altersangaben, die als Richtlinien zu verstehen sind. Daneben sind selbstverständlich die individuellen Interessen entscheidend für die Wahl des passenden Spielzeugs. Sinnvolle Fragen vor dem Kauf sind:

  • Welche Themen interessieren das Kind?
  • Womit beschäftigt das Kind sich gerne?
  • Welcher Entwicklungsschritt ist aktuell?
  • Welche Anregungen braucht das Kind?

Einfach aus Liebe oder auch aus dem Bedürfnis heraus, sein Kind für die Zeit zu entschädigen, die man nicht mit ihm verbringen kann, ist man manchmal geneigt, sein Kind mit Spielzeug zu überhäufen. Doch zu viel Spielzeug überfordert ein Kind und viele Dinge, die du ihm mitbringst, wird es bald achtlos liegen lassen. Gerade kleine Kinder beschränken sich häufig auf einen Favoriten, mit dem sie ausschliesslich spielen.

Vielleicht gibt dein Kind dir das Gefühl, dass jetzt etwas Neues, noch Schöneres und Grösseres her muss. Kaufe ihm lieber weniger, dafür qualitativ gutes Spielzeug und zeigen ihm, dass man zum Spielen auch einfach die Fantasie und Kreativität einsetzen kann. Kinder lieben als Spielgerät auch Gegenstände wie Kellen, Plastikschüsseln und andere Gegenstände, die du in deinem Alltag oft verwendest.

Ungeeignetes Spielzeug

Für die Spielumgebung deines Kindes solltest du folgende Punkte beachten:

  • Babys dürfen kleine Gegenstände (Murmeln, Schrauben, Batterien) nicht in die Hand bekommen, da sie sie in den Mund nehmen und verschlucken oder sich daran verletzen könnten.
  • Spitzige und scharfe Kanten stellen für Kleinkinder eine erhebliche Verletzungsgefahr dar.
  • Aufgepasst bei Ballons, die leicht platzen und - wie auch andere Plastikhüllen - eine Erstickungsgefahr mit sich bringen.
  • Entferne leicht zerbrechliche Spielzeuge und andere Gegenstände aus der Reichweite des Kindes, es könnte sich an Scherben und Splittern verletzen.
  • Spielzeug sollte nicht mit einer bleihaltigen Farbe bemalt sein, die abblättern oder schon beim Lecken in den Mund des Kindes gelangen kann.
  • Stoffwürfel und Kuscheltiere müssen leicht waschbar sein und Hygiene- und Sauberkeitsansprüche erfüllen - speziell dann, wenn dein Kind zu Allergien neigt.
  • Elektrische Spielzeuge dürfen nicht mehr als 24 Volt haben und müssen stabil und absolut sicher isoliert sein.

Prüf- und Gütesiegel

Als Eltern sagt dir die europäische Spielzeugrichtlinie DIN EN 71 wahrscheinlich wenig. Darum gibt es verschiedene Prüf- und Gütesiegel, die „gutes” Spielzeug kennzeichnen. Am bekanntesten sind die TÜV- oder GS-Siegel („Geprüfte Sicherheit”), die Ware auszeichnen, welche teilweise noch sicherer sind, als es die europäische Spielzeugrichtlinie verlangt.

Quelle: www.letsfamily.ch