Keuchhusten bei Baby und KleinkinderKeuchhusten ist eine sehr ansteckende Kinderkrankheit, die durch Bakterien namens Bordetella pertussis ausgelöst wird. Durch eine rechtzeitige Impfung kann die Krankheit verhindert oder der Verlauf gemildert und die Risiken reduziert werden. Eine Impfung kann mit einem Kombinationsimpfstoff erfolgen, der gleichzeitig gegen Diphterie und Tetanus schützt.

Was ist Keuchhusten und wie erkenne ich ihn?

Zwei Wochen nach der Ansteckung beginnt der Keuchhusten bei deinem Kind mit den gleichen Symptomen wie eine normale Erkältung. Trotz Behandlung werden die Hustenanfälle nicht besser und besonders nachts immer stärker. Nach weiteren zwei Wochen setzt das Anfallsstadium ein. Das Husten bekommt den typischen Keuchhustencharakter. Viele kurze, harte Hustenstösse werden gefolgt von einem mühsam ziehenden Atemzug (Keuchen). Dies wiederholt sich mehrmals. Der Husten hat einen bellenden Charakter und das Gesicht des Babys kann blau oder rot anlaufen. Beim Husten streckt das Baby unwillkürlich die Zunge heraus und würgt Schleim hervor. Das Würgen kann bis zum Erbrechen führen.

Auch wenn der Hustenanfall bei deinem Kind dramatisch wirkt, brauchst du dir wenig Sorgen zu machen, sobald dein Kind älter als ein Jahr ist. Bei Säuglingen besteht allerdings noch Erstickungsgefahr.

Wie wird Keuchhusten behandelt?

Wenn bei deinem Baby Husten trotz Behandlung hartnäckig bleibt, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dein Kinderarzt kann Abstriche aus dem Rachen deines Babys machen und so zwischen Keuchhusten und anderen Kinderkrankheiten unterscheiden. Danach kann er das richtige Antibiotikum für dein Kind wählen. Mit Hustenmitteln lassen sich die Anfälle mildern, aber nicht verhindern. Unbehandelt dauert die Erkrankung drei bis sechs Wochen, bis die Anfälle allmählich abklingen. Da die Husten- und Schluckreflexe bei Säuglingen noch nicht voll ausgebildet sind, sollten Babys vor dem ersten Geburtstag in einem Spital behandelt werden.

Was sind die möglichen Komplikationen?

Die häufigsten Komplikationen sind Lungenentzündungen (15-20 %) und Mittelohrentzündungen, die durch eine Zweitinfektion mit weiteren Bakterienarten entstehen. Ein Warnzeichen ist ein Anstieg der Körpertemperatur. Wenn dein Baby Fieber bekommt, sollte der Arzt das Blut auf Entzündungszeichen untersuchen. Auch Krampfanfälle sind bei Keuchhusten nicht selten.

Wie kannst du dein Baby schützen?

Nicht nur dein Baby sollte nach dem Schweizer Impfschema immunisiert werden. Auch alle engen Kontaktpersonen können sich gegen Keuchhusten impfen lassen, um die Ansteckungsgefahr zu mindern. Wenn du dich schon in der Schwangerschaft im 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittel impfen lässt, schützt das in den ersten Lebenswochen über die Muttermilch auch dein Kind.

Eine Kombinationsimpfung gegen Keuchhusten, Diphterie und Tetanus wird empfohlen.

Ein Keuchhustenanfall wirkt oft dramatisch. Mit der richtigen Behandlung ist die Kinderkrankheit allerdings schnell in den Griff zu kriegen. Am besten ist die Vorsorge durch Impfung.

Quelle: www.letsfamily.ch